Einer meiner Beiträge im politischen Stammtisch, etwas älter….aber aktueller den je …..
Sieht denn hier keiner das der Kaiser keine Kleider an hat ?
Seit ca. 30 Jahren beschäftige ich mich mal mehr und mal weniger mit dem Umgang unserer Volksvertreter (dazu gehören ausdrücklich auch städtische Angestellte und Beamte sowie Politiker) innerhalb Solingens mit unserem Gemeinschaftseigentum.
Leider gab es immer wieder Phasen wo ich den Eindruck hatte das Handlungsprinzip sei:
" Eine Hand wäscht die andere !"
Gerne führe ich diese Dinge auch an anderer Stelle etwas ausführlicher aus. Stichpunktartig erwähnen möchte ich aber die Weitergabe von Immobilien und Grundbesitz an einen Unternehmer aus Gräfrath vor ca 20 Jahren .
Auch der "Verkauf" von Verwaltungsstandorten wie Rathaus Höhscheid und Ohligs ohne ordnungsmäßige Ausschreibungsverfahren ist mittlerweile schon einige Jahre her.
Hintergrund bei diesen Dingen war eigentlich immer der propagierte Aspekt des Gemeinnutzens der jeweiligen Aktion bzw. auch die allgemeine Darstellung der Akteure als Solingens Förderer.
Das unser jetziger Oberbürgermeister mittlerweile auch nah an der Wirtschaft ist kann ihm natürlich nicht zum Vorwurf gemacht werden.
Das gehört selbstverständlich mit zu seinem Aufgabenfeld.
Vorsichtig sollte er aber sein wenn es um Laudation auf Unternehmer geht und kurz darauf bekannt wird das die Stadt Solingen sich in den Coworking Space des Unternehmers eingemietet hat.
Was die Stadt für diese Arbeitsplätze für Mietzahlungen zu leisten hat soll aus Rücksicht auf den Vertragspartner geheim gehalten werden .
WIE BITTE – GEHTS NOCH .
Auf einmal nicht mehr so öffentlich ?
Jetzt stellt sich mir die Frage wie der Finanzausschuss der Stadt besetzt und wie es zu einer solchen Vergabe kommen konnte und insbesondere ob es sich nicht um eine Summe handelt die eine öffentliche Ausschreibung erforderlich gemacht hätte ?
Wie hoch dürfen mittlerweile Vergabesummen sein die „freihändig“ vergeben werden , diese Frage drängt sich ja insbesondere bei der aufzubringenden Summe von 880.000 !!! € für die ach so erforderlichen Gutachten zur „BHC Arena „ auf.
Auch wenn es mittlerweile ja gar nicht mehr um eine BHC Arena geht hab ich gelesen, aber auch da spielt ein anderer Unternehmer welchen ich ja oben schon einmal erwähnte mit. Das die Stadt jetzt weiter überlegt wie zeitgemäß die Klingenhalle noch ist kann ich nachvollziehen. Die Eventarena kann ja dann woanders gebaut werden , etwa auf Tränke Gelände 😉
Reihenweise schlechte Meldungen zu diversen Leuchtturmprojekten wie Nordbahnhof, gläserne Werkstatt usw. mit Hintergrundinfos zu verwendeten Millionenbeträgen lassen mich darüber nachdenken ob es nicht eine elegantere Lösung für die ach so innovativen IT Mitarbeiter des Herrn Wagner gibt .
Das seine Leute quasi völlig uneigennützig Platz machen für mehr Mitarbeiter beim Stadtdienst Wohnen wird berichtet .
Da geht es gerade um die Anträge der Menschen zum Wohngeld denke ich , da mit Kundenverkehr beim Stadtdienst argumentiert wird um einen Umzug der IT Mitarbeiter zu begründen. Das werde ich aber tatsächlich mal ausprobieren ob man beim Stadtdienst mal wieder jemanden Antrifft der einem bei wichtigen Belangen weiterhelfen kann.
Der Versuch der positiven Außendarstellung des Fortschritts der Digitalisierung innerhalb des "Konzerns" Solingen ist vollkommen daneben.
Alle Solinger die im letzten Jahr die erste Solinger Digitalmesse besuchten wissen was gemeint ist .
In den vergangenen Monaten fanden mehrere Veranstaltungen in Immobilien des Unternehmers statt und auch die Kosten dieser Anmietungen sollen wahrscheinlich nicht kommuniziert werden.
Da die Umbauten im Theater zu dieser Zeit statt fanden ist es wahrscheinlich eh nicht zu kritischen Nachfragen gekommen.
Ausdrücklich verweise ich an dieser Stelle darauf das ich den angesprochenen Unternehmern keinerlei Vorwürfe mache , ich sehe natürlich in mehreren Bereichen den sozialen Gedanken.
Aber erfolgreicher Unternehmer wird man ja nicht wenn man etwas verschenkt .
Nach meiner heutigen Frühstückslektüre des Solinger Tageblattes hatte ich wirklich den ganzen Tag überlegt ob man diese Dinge wirklich immer einfach so hinnehmen sollte .
Ich kann das so nicht einfach unkommentiert lassen und hoffe auf Zuspruch und vor allem weiterer Menschen die kritisch hinterfragen.
Mal einen kleinen Gedanken am Ende :
Mit Regio IT hat Solingen extrem viel digital ausgelagert. Wie kann es denn sein das die städtischen Mitarbeiter des Herrn Wagner in einem externen Gebäude mit der digitalen Infrastruktur eines Unternehmens arbeiten. Werden nun die sicheren Serverkapazitäten der Stadt auch an der Prinzenstrasse zugänglich gemacht ?