Gestern war ein Aktionstag der Mitarbeiter von RWE rund um den Braunkohletagebau,
laut Medienberichten haben an dieser Aktion ca 4000 Personen von RWE teilgenommen.
Den Menschen geht es selbstverständlich um ihre Arbeitsplätze die sie in der momentanen Situation als gefährdet darstellen.
Die Berichterstattung auf WDR 5 am heutigen Morgen beinhaltete auch einige kurze Interviews mit den Mitarbeitern.
Diese möchten selbstverständlich nicht als Buhmänner der Nationen gelten und sie beschweren sich darüber dass momentan so sehr der Schwerpunkt auf Braunkohle gelegt wird.
Es wurden einige Beispiele gebracht das Autos, Schiffe usw. weiterhin ihren Dreck in die Luft pusten würden und alles nur über die Braunkohle spricht als wenn die der Hauptverursacher wäre.
Die Umweltaktivisten und auch deren Unterstützer werden in Beiträgen unter anderem als "Vögel" bezeichnet und als gewalttätig dargestellt, so ist es Teil eines Interviewausschnittes dass ein Mitarbeiter die Angst der Menschen beschreibt dass ihre Autos weiterhin mit Baseballschlägern zerstört werden.
In den Stimmen die heute morgen gehört wurden schwebte schon eine Wut die eine Kommunikation der Gegner und Befürworter des Braunkohleabbaus sehr schwer machen wird, aber das ist uns ja klar.
Ein RWE Mitarbeiter Vergleich die jetzige Situation mit dem Kohleausstieg im Ruhrgebiet vor vielen Jahren, die Stimmung wäre ähnlich.
Im Grunde hat RWE unterstützt durch die Politik das erreicht was meines Erachtens auch taktisches Ziel in den letzten Wochen war, sich selber stückweise aus dem Konflikt rausziehen und die jeweiligen Lager provozieren, uns mit unsäglichen Inteviews wie gestern und die Mitarbeiter mit der Ankündigung das 4 – 5 Tausend stellen unmittelbar in Gefahr stehen.
Wir müssen uns überlegen wie wir mit der Situation umgehen und dürfen uns nicht über die Bedürfnisse der Mitarbeiter von RWE einfach hinwegsetzen, diesen Menschen müssen echte Alternativen aufgezeigt werden und dazu wäre es notwendig das RWE sich seiner Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern auch bewusst wird und nicht als Konsequenz eines Kohleausstieg die Mitarbeiter freisetzt.
Lasst uns darüber sprechen was zu tun ist.
Bernd Grah Solingen
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KUNST · PERSPEKTIVEN · WISSENSARCHIV
Braunkohle und Arbeitsplätze: Die Perspektive der RWE-Beschäftigten
Veröffentlicht am 16.10.2018. · Archiviert von Bernd Grah
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