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Intransparentes Verwaltungshandeln: Meine Beobachtungen in Solingen

Veröffentlicht am 11.09.2024. · Archiviert von Bernd Grah

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Solingen
Intransparentes Verwaltungshandeln ist nicht etwas das einfach so passiert. Die Abfolge der Ereignisse der letzten Jahre ist für den aufmerksamen Beobachter eine Abfolge von Verwaltungsentscheidungen die immer stärker einer Wagenburgmantalität ähnelte. Zu Coronazeiten wurde dann der gesamte Laden abgeschirmt und die Vielzahl der neuen Sicherheitskräfte sorgten dann für teilweise kleinkarierte Drangsalierung der Bürger. Die Amtsstuben wurden zu Hochsicherheitszonen . Bekannterweise sollte nach Corona die Zeit kommen " in der wir uns gegenseitig viel verzeihen müssen".
Ohne entsprechend qualitative Digitalstrategien zum Ausgleich der Unerreichbarkeit vieler Verwaltungshandelnder wurden die Bürger in vielen Bereichen durch falsch verstandenen Bürokratieabbau mit ihren Anliegen nicht etwa besser oder schneller " bedient".
In der dem fürchterlichen Angriffskrieg bedingten Energiekrise ist in der Solinger Verwaltung leider auch die Gehirnenergieleistung gedrosselt worden, zumindest auf Führungsebene.Anders ist die Entscheidung, fast alle Ämter geschlossen zu halten und damit eine Kostenersparnis durch Nichtnutzung von Energie zu erwirtschaften, nicht zu erklären. Das so viele hunderte Mitarbeiter über viele Tage ihre Arbeit nicht verrichteten ohne dafür ihre Urlaubstage anrühren zu müssen hat extrem viel Geld verschlungen. Da notwendiges Verwaltungshandeln auf der Strecke blieb verlängerten sich Bearbeitungszeiten in einem solchen Umfang das zur nächstmöglichen Gelegenheit in 2023 ca. 100 neue Stellen geschafft wurden. Wer meint das diese These konstruiert sei mag sich näher mit den Fakten und die zeitliche Abfolge beschäftigen.
Solche Dinge, wie oben beschrieben, stehen den immer wieder beschworenen Formeln von "Wir schaffen das" entgegen. Versagen auf Führungsebene ist im kommunalen Geflecht schwer sanktionierbar und das ewige Anpreisen des ach so vereinten und innovativen Solingens grenzt schon fast an Realitätsverweigerung. Das komplizierte Gebilde aus Kernverwaltung und ausgegliederen Abteilungen erzeugt in vielen Fällen Konkurrenzen die uns als Bürger teilweise sprachlos machen. Seit vielen Jahren nun muss das Solinger Tafelsilber in Grundstücks und Immobilienform unterverteilt werden um zumindest buchhalterisch die inkompetente Vorgehensweise zu verschleiern. Die nichtöffentlichen Sitzungen der Ausschüsse der letzten Jahre sprechen Bände. In vielen Bereichen ist es mittlerweile so, das strategisches Versagen und die Kritik daran, mit Hinweisen auf sachbegrenzte Förderung leider teilweise unvermeidlich wäre.
Insgesamt gesehen ist leider unsere kommunale Parteienstruktur so angelegt das man nicht mehr von Bürgerinteressenvertretern sprechen kann. Im Vorfeld von wichtigen Entscheidungen ist es schwer die Gestaltungsmehrheit zu beschaffen.Sachliche Diskussion findet zumindest öffentlich sichtbar kaum noch statt.