Prioritäten
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los das es eine falsche Prioritätenliste beim Abarbeiten von Aufgabenstellungen gibt.
Auch auf die Gefahr hin das ich als Kunstbanause dastehe kann ich die aktuelle Diskussion um die Standortfrage der beiden für die Zielgruppen augenscheinlich recht uninteressanten Museen nicht nachvollziehen.
Wenn unsere selbstverliebten Darstellungsprofis weiterhin sich in künstlerischem Ambiente präsentieren wollen sollen sie dies gefälligst dort tun wo es aktuell schon absolut zu viele Gelder beansprucht und nicht einen weiteren Standort dazu mieten/kaufen/leasen …oder wie soll das gestemmt werden ?
Gelder welche an anderer Stelle doch sehr viel dringender gebraucht werden.
Absolute Priorität sollte doch wohl woanders gesetzt werden :
Kindergartenplätze kommen nicht von alleine, aber wenn es Sache der SEG ist solche zu planen wird es noch ewig dauern bis die Architektenwettbewerbe ausgewertet sind .
Das sind Projekte die sich toll darstellen lassen, aber auch in Verbindung mit der gläsernen Werkstatt sieht man das unglaublich viele Ressourcen verbraucht werden bevor sie eventuell am Ende der Allgemeinheit von Nutzen sind.
Und wenn es mal nicht hinhauen sollte haben unsere Selbstdarsteller halt neue Darstellungsorte.
Die SEG mischt ja auch aktuell wieder kräftig mit bei der Diskussion um den Weyersberg als Ort für die BHC Arena (auch wenns nicht mehr so genannt werden soll). 330.000 Euro sind anscheinend ausgegeben , Ergebnisse werden jetzt angeblich aus Rücksicht auf eventuelle private Investoren erst Mitte des Jahres präsentiert. Die Aufstellung der Geldflüsse wird wahrscheinlich wieder in nichtöffentlichen Sitzungen dargelegt.
Einer der Gründe warum solche Gesellschaften seitens der Stadt gegründet werden/wurden ist ja auch die Umgehung der Ausschreibungen ab bestimmten Höhen.
Trotzdem bin ich ja auch nicht der einzige der immer mal wieder mehr Transparenz in diesen Bereichen einfordert.
Am Beispiel der gläsernen Werkstatt kann man am besten nachvollziehen wie Fördermittel verwendet werden und irgendwann sehe ich mal die Gefahr das die Zuteilung von Fördermitteln auch nachträglich einer Kontrolle unterliegen.
Stellt euch mal vor das vernichtetes Geld zurückgefordert werden würde . Das wäre ja aktuell beim Verkauf des alten Bahnhofes auch mal recht interessant zu schauen wieviel an Geld ins Projekt geflossen ist (Regionale 2006) und wie der Erlös dem Gegenübersteht.
Die Auflagen welche gemacht werden sollen entbindet dann die Stadt von ihren eigenen Verpflichtungen welche sie mit der Beanspruchung der Fördermittel eingegangen ist.
Wenn ichs richtig verstanden habe laufen diese Verpflichtungen noch bis 2026……
Mit Auflagen günstig abzugeben hat sich ja schon als sehr sinnvoll beim Verkauf der Festhallen in Solingen gezeigt …