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Zwischen Grillarena und Gutachtenflut: Wie Solingen seine Glaubwürdigkeit verspielt 😥

Veröffentlicht am 08.05.2026. · Bernd Grah

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🏛️ Bürokratie statt Entlastung? Warum Solingen bei Stellenabbau, Gutachten und politischer Glaubwürdigkeit an einem Wendepunkt steht

Die Stadt Solingen steht erneut vor einer Grundsatzdebatte. Offiziell geht es um das Theater und Konzerthaus 🎭, um Feuerwachen 🚒, Brandschutz und Millioneninvestitionen 💸.

Tatsächlich geht es aber um weit mehr:


📈 13 neue Stellen – trotz Versprechen zum Stellenabbau

In dieser Woche wurde bekannt, dass die Stadtverwaltung Solingen erneut zusätzliche Stellen schaffen will. Diesmal sollen 13 neue Stellen aufgebaut werden.

Begründet wird dies damit, dass man dadurch später möglicherweise Stellen einsparen könne.

Doch genau diese Argumentation hören die Bürger seit Jahren immer wieder.

Die Realität sieht bislang anders aus:

Gerade die CDU hatte im Wahlkampf jedoch angekündigt:

Viele Bürger haben genau deshalb auf einen politischen Richtungswechsel gehofft.

Doch bislang zeigt sich davon nur wenig.


⚠️ Daniel Flemm muss sich daran messen lassen

Dabei ist wichtig:

Es geht ausdrücklich nicht um persönliche Angriffe gegen Oberbürgermeister Daniel Flemm.

Viele Bürger – auch wir – waren bereit, ihm zunächst Zeit zu geben ⏳.

Wer ein neues Amt übernimmt, braucht Handlungsspielraum.

Aber genauso gilt:

Politische Verantwortung beginnt ab dem ersten Tag im Amt.

Und wenn bereits wenige Monate nach Amtsantritt erneut zusätzliche Stellen geschaffen werden, während gleichzeitig von Stellenabbau gesprochen wird, entsteht zwangsläufig ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Die CDU wird sich deshalb künftig daran messen lassen müssen, ob den Ankündigungen auch konkrete Ergebnisse folgen.

🗳️ Vertrauen entsteht nicht durch Wahlkampfreden.
🏗️ Vertrauen entsteht durch sichtbare Veränderungen.


🎭 Theater-Debatte: Wieder externe Gutachter

Parallel dazu eskaliert die Debatte um das Theater und Konzerthaus.

Nun sollen mehrere Szenarien durch externe Gutachter geprüft werden:

Für Erhalt, Brandschutz und Sanierung stehen inzwischen Summen von rund 25 bis 30 Millionen Euro im Raum 💸.

Bereits zuvor wurden etwa 5 Millionen Euro investiert.

Doch erneut läuft alles nach einem bekannten Muster:


🏢 Über 2400 Beschäftigte – aber keine ausreichende Expertise?

Die Stadt Solingen beschäftigt über 2400 Mitarbeiter im öffentlichen Dienst.

Da stellt sich zwangsläufig eine berechtigte Frage:

Warum braucht es immer mehr externe Gutachter?

Natürlich können Fachgutachten sinnvoll sein.

Doch zunehmend entsteht der Eindruck, dass politische Verantwortung ausgelagert wird.

Am Ende heißt es dann:

„Das Gutachten empfiehlt …“

Und plötzlich trägt niemand mehr wirklich Verantwortung.

Besonders kritisch:

💰 Die tatsächlichen Gesamtkosten solcher Beratungs- und Gutachterprozesse werden häufig nicht transparent kommuniziert.


🤡 Millionenprojekte – aber Zeit für eine „Grillarena“?

Noch irritierender wurde die Debatte durch einen sogenannten Spaßantrag der Satirepartei „Die PARTEI“.

Vorgeschlagen wurde ernsthaft:

Was absurd klingt, wurde im Rat nicht etwa geschlossen zurückgewiesen.

Stattdessen wurde:

Die SPD erklärte anschließend öffentlich, man müsse „auch mal etwas mit Humor nehmen“.

Doch genau hier endet für viele Bürger jedes Verständnis.

Solingen ist keine Stadt im finanziellen Luxus.

Die Bürger zahlen steigende Gebühren.
Unternehmen kämpfen mit Belastungen.
Und gleichzeitig wirkt der Rat phasenweise wie eine politische Bühne statt wie ein Ort ernsthafter Entscheidungen.


📉 Das eigentliche Problem: verlorenes Vertrauen

Die Theaterfrage allein ist nicht das Kernproblem.

Auch nicht die 13 neuen Stellen.

Und auch nicht ein einzelnes Gutachten.

Das eigentliche Problem ist der Gesamteindruck:

Genau dadurch verlieren Bürger zunehmend das Vertrauen in politische Prozesse.

Wer Bürokratieabbau verspricht, muss irgendwann Bürokratie abbauen.

Wer Stellenabbau ankündigt, muss irgendwann konkrete Zahlen liefern.

Wer Transparenz fordert, muss Kosten offenlegen.


🚨 Solingen braucht einen Kurswechsel

Solingen braucht eine leistungsfähige Verwaltung.

Aber Solingen braucht vor allem auch:

Die Bürger erwarten keine Wunder.

Aber sie erwarten zu Recht, dass Politik und Verwaltung mit ihrem Geld so umgehen, als wäre es das eigene. 💰


📚 Quellen