Literarisches Szenario von 2025: Die folgenden Zahlen sind damalige Prognosen, keine Wahlergebnisse.
In meinen Träumen stand ich im alten Rathauskeller, die Wände feucht, das Neonlicht flackerte. Ein Sonntagabend, 14. September 2025, kurz nach 18 Uhr. Die Stimmen waren gezählt, die Türen knarrten, als würden sie selbst zuhören. Ich wusste: ich war nur Gast, geschickt von einer Zeitmaschine, die sich weigert, genau dann zu springen, wenn man es erwartet – aber genau dann anspringt, wenn die Stadt einen Spiegel braucht.
Die CDU thronte mit 16 Sitzen, schwer atmend, solide wie ein alter Schreibtisch, der schon viele Ratsperioden überstanden hat.
Die SPD, 13 Sitze, abgekämpft, aber nicht verloren.
Die Grünen, 7 Sitze, gespalten wie ein Brett mit Rissen.
Die FDP, 4 Sitze, das kleine Scharnier im Getriebe.
Die AfD, 4 Sitze, nur statistisch vorhanden, aber ohne Partner.
Die BfS, 2 Sitze, wie alte Nachbarn, die genau wissen, wann die Mülltonne raus muss.
Die LINKE, 2 Sitze, gerade noch hörbar.
Und die Flüsterstimmen: Die PARTEI, SG Zukunft, ABI und Tierschutzpartei – je 1 Sitz, kaum mehr als Echos im Stimmengewirr.
Die Rechnerei begann sofort: CDU + FDP + Grüne = 27 Sitze, eine theoretische Mehrheit, aber in Solingen so unwahrscheinlich wie ein Rathausfahrstuhl, der nicht quietscht. SPD + Grüne + FDP? 24 Sitze – zu schwach. SPD + Grüne + BfS + PARTEI? 23 Sitze – bleibt unter der Schwelle.
Die Wahrheit war klar: Mehrheiten entstehen nur, wenn die Kleinen ihre Stimmen geben. Transparenz? Ein schönes Wort für Programme, aber nach 18 Uhr mehr Rauch als Realität.
Und dann, kurz bevor die Zeitmaschine mich zurückwarf, spuckte sie ein vergilbtes Blatt Papier aus.
Oben stand in großen Lettern: „Geheime Akte: Ratswahl Solingen 2025 – Projektion“.
🗂️ Geheime Akte – Ratswahl Solingen 2025 (Prognose)
- CDU – 29,7 % → 16 Sitze
- SPD – 24,9 % → 13 Sitze
- Grüne – 14,1 % → 7 Sitze
- FDP – 7,0 % → 4 Sitze
- AfD – 7,8 % → 4 Sitze (nur statistisch, keine Koalitionspartnerin)
- Die LINKE – 3,4 % → 2 Sitze
- BfS – 4,0 % → 2 Sitze
- SG Zukunft – 2,2–3,0 % → 1–2 Sitze (OB-Bonus Höttges)
- Die PARTEI – 2,2 % → 1 Sitz
- ABI – 1,1 % → 1 Sitz
- Tierschutzpartei – 1,5 % → 1 Sitz
🔑 Magische Zahl: 27 Sitze = Mehrheit
- CDU + FDP + Grüne → 27 Sitze (rechnerisch, politisch fraglich)
- SPD + Grüne + FDP → 24 Sitze (zu schwach)
- CDU + FDP + BfS + evtl. SG Zukunft → 23–24 Sitze (knapp drunter)
- SPD + Grüne + BfS + PARTEI → 23 Sitze (knapp drunter)
Fazit der Zeitmaschine: Die großen Parteien können nicht allein regieren.
Die Kleinen wissen das – und wer glaubt, nur die Lauten hätten Macht, vergisst, dass manchmal ein Flüstern im richtigen Moment die ganze Entscheidung kippt.
🔎 Transparenz-Hinweis (Fiktion & Zusammenarbeit)
Dieses „Wort zum Sonntag“ ist eine fiktive Erzählung. Die darin genannten Zahlen beruhen auf monatelanger Vorrecherche von mir und analytischer Auswertung durch meine KI. Eine KI ist immer nur so gut wie die Datenlage: Viele Details und Quellen habe ich selbst zusammengetragen, die KI hat sie strukturiert, gewichtet und in Szenarien überführt. Die Geschichte bleibt literarisch, die Zahlen dahinter sind belegt und nachvollziehbar.
📚 Quellen unserer heutigen Morgen-Recherche (Auswahl, amtlich & lokal)
Europawahl 2024 – Stadt Solingen (endgültig): CDU 29,1 %, SPD 16,7 %, Grüne 13,6 %, AfD 13,1 %, FDP 6,7 %, Linke 2,3 %, Die PARTEI 2,5 %, Volt 2,6 %, Tierschutz 1,7 % (weitere im Datensatz). Amtlich über die Bundeswahlleiterin.
Landtagswahl NRW 2022 – Wahlkreis Solingen I (Zweitstimmen): CDU 33,8 %, SPD 27,0 %, Grüne 18,8 %, FDP 6,3 %, AfD 5,4 %, Linke 2,1 % u. a. (Lokalbezug).
Bundestagswahl 2021 – Wahlkreis 103 (Solingen/Remscheid/Wuppertal II, Zweitstimmen): SPD 32,6 %, CDU 27,6 %, Grüne 12,9 %, FDP 10,7 %, AfD 7,6 %, Linke 3,1 %, Die PARTEI 1,3 %, Tierschutz 1,6 % u. a. (Wahlkreis-Proxy für den Stadtraum).
Kommunalwahl (Ratswahl) 2020 – Solingen (historisch, Stadtbezug): CDU 30,2 %, SPD 28,3 %, Grüne 18,2 %, FDP 5,5 %, AfD 5,1 %, Linke 4,3 %, BfS 3,2 %, Die PARTEI 2,4 %, ABI 1,1 %; 52 Ratssitze (Sitzverteilung: CDU 16, SPD 15, Grüne 9, FDP 3, AfD 3, Linke 2, BfS 2, PARTEI 1, ABI 1).
Grüne – Fraktionsspaltung im Rat (2 grüne Fraktionen): Lokale Berichte/ST (Okt–Dez 2024) und Bestätigung/Einordnung durch Grüne Solingen.
SPD & Grüne – Gespräche ausgesetzt / keine OB-Unterstützung im 1. Wahlgang: Lokale Meldung (Aug 2025).
OB-Kandidaturen 2025 (Überblick, 7 Kandidat:innen): Lokale Übersichten (ST/SN).
FDP unterstützt CDU-OB-Kandidat Daniel Flemm, enger Schulterschluss CDU/FDP: Offizielle Meldungen der FDP Solingen, lokale Presse & Radio.
SG zukunft. & OB-Kandidat Jan Höttges (neue Wählergruppe): Offizielle Seite/Steckbrief & lokale Berichte.
Sitzverteilungsmethode 2025: VerfGH NRW (20. 05. 2025) hebt „Rock-Verfahren“ auf → zurück zu Sainte-Laguë/Schepers; Innenministerium NRW Info; NRW-Sitzrechner.
🧮 Wie die Prognose entstanden ist (Schritt für Schritt)
- Datengrundlage & Gewichtung
Um lokale Stimmung und aktuelle Trends zu verbinden, habe ich pro Partei einen gewichteten Mittelwert aus vier Quellen gebildet:
50 %: Kommunalwahl Solingen 2020 (direkter Stadt-Baseline).
30 %: Europawahl 2024 (Solingen-Ergebnis; jüngster, flächendeckender Stimmungstest).
10 %: Landtagswahl 2022, Wahlkreis Solingen I (Landestrend mit starkem Lokalbezug).
10 %: Bundestag 2021, Wahlkreis 103 (Wahlkreis-Proxy für die Stadt, nur ergänzend).
Beispiel (FDP):
0,50 × 5,54 % (KW20) + 0,30 × 6,7 % (EU24) + 0,10 × 6,3 % (LTW22) + 0,10 × 10,7 % (BTW21)
= 2,77 + 2,01 + 0,63 + 1,07 ≈ 6,48 % (vor lokalen Anpassungen).
Lokale Wählergruppen ohne übergeordnete Wahl-Historie wurden so behandelt:
BfS: Ausgang 2020 (3,2 %) + +0,8 PP „OB-Wahlkampf-Bonus/Präsenz“ → ~4,0 % (Plausibilitäts-Annahme).
ABI: nahe ihrem 2020er-Niveau (~1,1 %).
SG zukunft. (neu): 2,2–3,0 % als Möglichkeitsbandbreite (OB-Kandidat Höttges erhöht Sichtbarkeit; Bandbreite abhängig vom Wahlkampf – „1 Sitz sicher, 2 denkbar“).
- Qualitative, lokal begründete Korrekturen
Grüne: dokumentierte Fraktionsspaltung (zwei Fraktionen) → –15 % relativ auf den gewichteten Wert (Mobilisations-/Vertrauensdämpfer).
FDP: +0,3 PP für klaren Schulterschluss mit CDU-OB-Kandidat Flemm (Signalwirkung & Anschlussfähigkeit).
Anschließend wurden alle Parteiwerte linear auf 100 % normalisiert (damit die Summe exakt 100 % ergibt).
- Von Prozenten zu Sitzen: Sainte-Laguë/Schepers
Die 52 Ratssitze werden nach Sainte-Laguë/Schepers verteilt (ungerade Teiler 1, 3, 5, …; die 52 höchsten Quotienten gewinnen je 1 Sitz). Das ist genau die Methode, zu der NRW nach dem VerfGH-Urteil wieder zurückgekehrt ist. Für Tests steht ein offizieller NRW-Kommunalwahlrechner bereit.
Ergebnis (Basis-Szenario, gerundet):
CDU 16, SPD 13, Grüne 7, FDP 4, AfD 4 (nur statistisch geführt), Linke 2, BfS 2, Die PARTEI 1, SG zukunft. 1 (2 denkbar), Tierschutz 1, ABI 1.
(Hinweis: Wir rechnen konservativ mit 52 Sitzen wie 2020. Überhang-/Ausgleichskonstellationen können einzelne Räte vergrößern; Solingen-spezifische Szenarien hierzu sind ungewiss. Die CDU-Rechnung zur möglichen Ratserweiterung bei EU-Trend illustriert lediglich ein Risiko der Fragmentierung, ist aber nicht 1:1 übertragbar.)
- Szenarien
Neben der Basis-Projektion haben wir zwei Varianten durchgerechnet:
„Fragmentierter Rat“: Kleine + AfD etwas stärker → CDU 15, SPD 12, Grüne 7, FDP 4, AfD 5, mehrere Einzelsitze bleiben bestehen.
„Grüne stabilisieren“: Nur halber Spaltungs-Malus, AfD –1 PP → CDU 16, SPD 13, Grüne 8, FDP 4, AfD 3, Rest ähnlich.
🧭 Einordnung spezieller Punkte
„CDU 29,7“ und „SPD 24,9“ sind Prozentwerte, keine Sitze. Erst das Sainte-Laguë-Verfahren macht daraus 16 bzw. 13 Sitze. (Quotientenbildung mit 1, 3, 5, …; Top-52 gewinnen Sitze.)
Grüne-Malus: Begründet durch die faktische Fraktionsspaltung (zwei Fraktionen im Rat, öffentlich dokumentiert) und fehlende klare SPD-Unterstützung im 1. OB-Wahlgang. Politische Wirkung: geringere Geschlossenheit/Mobilisierung.
SG zukunft.: OB-Bonus (sichtbarer Kandidat, neue Wählergruppe, jüngere Zielgruppen) → 2–3 % realistisch; zweiter Sitz nur bei guter Schlussphase und geringer Streuung der Kleinparteien.
FDP ↔ CDU: Offizieller Schulterschluss Flemm/FDP wirkt wie ein Signal an bürgerliche Wechselwähler; das rechtfertigt +0,3 PP im Modell.
🧩 Was Leser:innen aus der Methodik mitnehmen können
Es ist kein „aus der Luft gezauberter“ Tipp, sondern ein Daten-Mix aus Stadt-, Wahlkreis- und Landesquellen, gewichteter nach Nähe zur kommenden Ratswahl.
Lokale Besonderheiten (Grünen-Spaltung, neue Wählergruppe SG zukunft., FDP-Flemm-Signal) sind explizit modelliert.
Unsicherheit bleibt: Kommunalwahlen reagieren stark auf Kandidatenwirkung und Spontanmobilisierung. Darum zeigen wir Bandbreiten (z. B. SG zukunft. 1–2 Sitze).