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Kommunalwahl Solingen 2025 – Trendanalyse & Prognose

Veröffentlicht am 08.09.2025. · Archiviert von Bernd Grah

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Einleitung

Die Kommunalwahl 2025 in Solingen steht unter besonderen Vorzeichen: Nach dem Rückzug von Tim Kurzbach (SPD) entfällt der Amtsbonus, der bei den vergangenen beiden Wahlen entscheidend war. Dadurch entsteht ein offeneres Feld, in dem die großen Lager zwar weiterhin dominieren, aber die Zersplitterung in kleinere Gruppierungen – BfS, SG Zukunft, ABI und andere – eine Rolle spielt. Persönlich empfinde ich diese Situation als spannender als viele vorherige Wahlgänge, weil sie zeigt, dass Solingen in Bewegung geraten ist und nicht mehr alles in altbekannten Bahnen läuft.


Rückblick 2020 (Baseline)

Diese Zahlen sind Ausgangspunkt, doch vieles spricht dafür, dass sie 2025 nicht einfach zu wiederholen sind: SPD verliert den Amtsinhaber, die Grünen haben keinen Rückenwind mehr wie 2020, und die CDU kann mit Daniel Flemm einen „Neustart“-Kandidaten ins Feld führen.


2025er Ausgangslage


Strukturelle Trends

  1. Ende des Amtsbonus: SPD muss ihre Wähler stärker überzeugen, da die Personal-Marke Kurzbach wegfällt.
  2. Wechselstimmung: CDU kann vom Bedürfnis nach „Neustart“ profitieren – eine Botschaft, die in vielen Stadtteilen ankommt.
  3. Fragmentierung: Kleinere Gruppen sorgen für zusätzliche Dynamik, auch wenn sie keine Mehrheiten schaffen.
  4. Grüne unter Druck: Ihr Hoch von 2020 ist schwer zu wiederholen; ohne Kurzbach-Symbiose drohen Verluste.

Szenarien OB-Wahl

Arbeitsprognose: Leichter Vorteil für Flemm in der Stichwahl, wenn er die Wechselstimmung aufrechterhält und die FDP-Brücke aktiv nutzt.


Ratswahl-Trends

Arbeitsprognose Rat: CDU stärkste Kraft, Koalitionen notwendig. Wahrscheinlichste Variante: CDU + FDP + (BfS/SGZ). Große Koalition CDU + SPD bleibt Notlösung.


Persönliche Note

Für mich persönlich zeigt diese Wahl, wie sehr Solingen in einer Übergangsphase steckt: Die alten Mehrheiten bröckeln, die SPD kann nicht mehr auf die Strahlkraft eines amtierenden OB setzen, und die CDU hat die Chance, sich als Motor für einen Neustart zu präsentieren. Ich empfinde es als wohltuend, dass diesmal mehr Wettbewerb herrscht und die Debatten breiter geführt werden. Entscheidend wird am Ende nicht nur das bessere Programm sein, sondern die Fähigkeit, Vertrauen zu wecken – gerade in einer Stadt, die in den letzten Jahren nicht immer glücklich regiert wurde.


Fazit