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Politischer Stammtisch – Wahlempfehlung und Handlungsempfehlungen

Veröffentlicht am 17.09.2025. · Archiviert von Bernd Grah

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Ich will direkt zum Punkt kommen: Wenn ich heute eine Wahlempfehlung ausspreche, dann nicht aus Parteitaktik oder persönlicher Sympathie, sondern weil ich überzeugt bin, dass Solingen eine klare Führung braucht – und diese Führung kann nur von Daniel Flemm und der CDU ausgehen. Doch damit dieser Anspruch mehr ist als ein Wahlplakat, braucht es Substanz, Ideen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

1. Innenstadt als Herz der Stadt

Die Innenstadt ist nicht nur ein Einkaufsort, sondern das Gesicht unserer Stadt. Wer hier vorbeigeht, entscheidet innerhalb weniger Minuten, ob Solingen lebendig wirkt oder abgehängt. Daniel Flemm sollte die Innenstadtpolitik nicht dem Zufall oder wechselnden Projekten überlassen, sondern eine verbindliche Strategie vorlegen: weniger Stückwerk, mehr Verlässlichkeit. Das bedeutet, mit Händlern, Eigentümern und Bürgern gemeinsam einen Plan zu entwickeln, der nicht nach zwei Jahren wieder im Papierkorb landet.

2. Verwaltung und Bürgernähe

Die Stadtverwaltung ist für viele Bürger kein Partner, sondern ein Hemmschuh. Digitalisierung darf nicht länger Schlagwort bleiben, sondern muss endlich im Alltag ankommen – vom Online-Antrag bis zur transparenten Information. Daniel Flemm sollte sich klar dazu bekennen, die Verwaltung von innen heraus zu reformieren, Prozesse zu verschlanken und eine Kultur des Dienens zu etablieren. Wer Oberbürgermeister werden will, muss bereit sein, auch unbequeme Strukturen aufzubrechen.

3. Sicherheit und Vertrauen

Nach den Ereignissen auf Stadtfesten ist klar: Sicherheit darf kein Randthema sein. Aber Sicherheit bedeutet nicht nur Polizeipräsenz, sondern auch Prävention, klare Regeln und Vertrauen in die städtischen Abläufe. Daniel Flemm kann hier punkten, indem er Sicherheit als Querschnittsaufgabe begreift: von Veranstaltungen über Schulhöfe bis hin zu öffentlichem Nahverkehr.

4. Wirtschaft und Arbeit

Solingen braucht eine stärkere wirtschaftliche Perspektive. Statt auf Förderprojekte zu warten, muss die Stadt aktiv Flächen entwickeln, Unternehmen halten und neue gewinnen. Hier kann die CDU an ihre traditionelle Stärke anknüpfen: Verlässlichkeit für den Mittelstand, klare Ansprache für Handwerk und Industrie, Kooperation mit Start-ups.

5. Koalitionen ohne Extreme

Eine Ratsmehrheit ohne rechten und linken Rand ist möglich – wenn die CDU stark genug wird, um zu führen. Die AfD ist für mich klar gefährlich: Sie hat kein Interesse an konstruktiver Stadtentwicklung, sondern lebt von Spaltung. Der linke Rand in Solingen – etwa die Linke oder kleinere Protestgruppen – sollte differenziert betrachtet werden. Sie sind nicht automatisch gefährlich, sondern eher politisch schwach und häufig in Einzelthemen verhaftet. Die eigentliche Gefahr besteht darin, dass die Mitte ihre Führungsrolle aufgibt und damit das Feld den Rändern überlässt. Deshalb braucht es eine CDU, die führt und klare Brücken zu FDP und BfS/„Solingen Zukunft“ baut, ohne ihr Profil zu verlieren.

6. Transparenz und Vertrauen in die Politik

Zu viele Entscheidungen der letzten Jahre wirkten intransparent, kleinteilig oder von persönlichen Netzwerken geprägt. Daniel Flemm kann hier ein neues Kapitel aufschlagen, indem er Transparenz nicht als Bedrohung, sondern als Chance begreift: öffentliche Verfahren, nachvollziehbare Ausschreibungen, klare Kommunikation. Nur so entsteht Vertrauen – und ohne Vertrauen keine stabile Ratsmehrheit.


Mein Fazit:

Ich habe in meiner Zeit in der SPD gelernt, wie lähmend Machtkämpfe und geschlossene Strukturen für eine Stadt sein können. Diese Erfahrung hat mich kritischer gemacht, aber auch unabhängiger. Heute sage ich: Es geht nicht um die SPD, nicht um die CDU, nicht um einzelne Namen – es geht um Solingen. Und Solingen braucht eine CDU, die mit Daniel Flemm mutig führt, Koalitionen ohne Extreme möglich macht und der Stadt endlich die Verlässlichkeit gibt, die sie verdient.