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Wahlwerbung auf der Titelseite: Mein Kommentar zur SPD-Anzeige

Veröffentlicht am 21.09.2025. · Archiviert von Bernd Grah

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Am Samstag, den 20. September 2025, brachte das Solinger Tageblatt seine am meisten verkaufte Ausgabe heraus – und genau dort, auf der Titelseite, die eigentlich für internationale Themen und überregionale Schlagzeilen reserviert ist, fand sich auffällig die Wahlwerbung der SPD für Josef Neumann.

Ja, es ist als Anzeige gekennzeichnet. Aber die Platzierung direkt neben dem Zeitungskopf wirkt weniger wie Werbung im klassischen Sinn, sondern wie eine redaktionelle Hervorhebung. Genau das halte ich für problematisch: In einer Hochphase des Wahlkampfs wird so die Wahrnehmung von Neutralität verletzt.

Ich habe diese Wahl von Anfang an neutral beobachtet und mich erst nach vielen Analysen dazu entschieden, Daniel Flemm als Person zu empfehlen – nicht die CDU als Partei. Die SPD dagegen trägt die Verantwortung für ihren Absturz in Solingen selbst: durch jahrelange Blockaden, mangelnde Transparenz und Strukturen, die Bürgerinnen und Bürger zunehmend entfremdet haben.

Das Ergebnis ist jetzt ein aufgeblähter Rat, der mit seinen vielen zusätzlichen Mandaten kaum mehr zu einer Stadt wie Solingen passt. Das ist eine Folge der Wahlarithmetik – aber wir sollten daraus Lehren für die Zukunft ziehen.