Unter Beobachtung halten
Nachdem Ende der letzten Woche der Haushaltsentwurf 2023 mit großer Mehrheit angenommen wurde bleiben verschiedene Projekte welche weiter unter Beobachtung gehalten werden sollten.
Es geht ja nicht an das die Dinge nur weil sie durchgewunken werden alle kritiklos hingenommen werden müssen.
Exemplarisch führe ich noch einmal die 100 neuen Stellen an , es wird so dargestellt als wenn es keinerlei Alternative dazu gegeben hätte. Das passt ja dann so gar nicht mit dem Verwaltungssonderurlaub von 2 Tagen zusammen der unter dem Energiespareffekt mal eben so beschlossen wurde. Anscheinend konnte man da ganz gut auf tausende Arbeitsstunden verzichten.
Das Herr Markus Preuss das Thema auf die Tagesordnung der Ratssitzung im Mai setzen möchte mit der direkten Frage : Was hat der Sonderurlaub gekostet? entspricht eh nicht meiner Vorstellung von Transparenz.
Das es da eine Information an uns Bürger geben würde hätte ich als selbstverständlich erachtet. Aber die Verwaltung hat ja anscheinend in vielen Bereichen jegliches Gespür für transparentes und vor allem gerechtes Handeln verloren.
Hohe Sonderausgaben für geschenkte Eintrittskarten zu einer Veranstaltung als Corona Belohnung sind da das beste Beispiel.
Da gibt es viele Menschen die gar nicht erst gefragt wurden ob sie während Corona mal von zu Hause arbeiten wollen und das sind dann aber die welche die große Rechnung zu begleichen haben.
Nachdem bekannt ist das die Beteiligungsgesellschaft (BSG) mit diversen städtischen Tochtergesellschaften finanziell zwar noch lebensfähig ist( Quelle: Solinger Tageblatt) , aber bis spätestens 2027 über dieses Konstrukt neu nachgedacht werden muss kann ich nicht nachvollziehen warum vor 2 Jahren mit der SEG ein neues Zuschussmonster geschaffen wurde. Für die aktuell laufenden Projekte gibt es ja zumindest in Teilen noch Zuschüsse , aber uns sollte allen klar sein das auch dieses unsere Gelder sind !!
Es gäbe noch ausreichend andere Dinge welche dringlich im öffentlichen Blick gehalten werden müssen .
Entgegen vieler Beteuerungen glaube ich auch nicht daran das unter den vielen Betrieben und Gesellschaften der Stadt immer alles koordiniert und im Sinne der Bürger geschieht. Teilweise habe ich sogar das Gefühl das es da Konkurrenzen gibt.
Auch dafür habe ich ein aktuelles Beispiel : Letze Woche fand in der gläsernen Werkstatt eine Veranstaltung zur Wasserstoffstrategie statt an der unter anderem der Stadtwerkechef , Andreas Schwarberg, teil nahm.
Dem Stand gegen Ende die Zornesröte ins Gesicht geschrieben nachdem Herr Richard Schmidt von der tollen Wasserstoffstrategie der TBS berichtete. Demnach würde aus Überproduktion seitens des Müllheizkraftwerkes in Eigenregie Wasserstoff hergestellt mit dem dann die eigene Fahrzeugflotte versorgt werden könne.
Hörte sich natürlich sehr innovativ an , aber nachdem Herr Schwarberg sofort klar stellte das es gar keinen Überschuss geben könne da 100 % der Energie an die SWS gehen und dort auch alternativlos verplant sind fragte ich mich ob ich im falschen Film wäre .
Wenn es innerhalb der Stadt in solchen Bereichen zu "Streit" kommt und dieser auf offenen Bühne ausgetragen wird frage ich mich wie das Verhältnis der Einzelbetriebe eigentlich wirklich steht.
Gleiches gilt für das sehr freundliche Miteinander der verschiedenen Parteien ( siehe durchwinken des Haushaltsentwurfes im Vorfeld in Rekordtempo) .
Ich werde auf jeden Fall weiterhin versuchen alles unter Beobachtung zu halten .
Besten Dank in diesem Zusammenhang auch einmal an das Solinger Tageblatt ( ich meine natürlich die Redakteure) welche nach meiner Meinung in letzter Zeit ganz gut die Gegebenheiten beobachten und
auch mal kritisch hinterfragen.
Bitte weiter so.
Solingen ist eine sehr lebenswerte Stadt und das möchte auch ich natürlich erhalten wissen.