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KUNST · PERSPEKTIVEN · WISSENSARCHIV

Vertrauen durch Kritik – auch bei den Ohligser Jongens

Veröffentlicht am 29.08.2025. · Archiviert von Bernd Grah

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Ohligs hat sich längst zum leuchtenden Stadtteil entwickelt – mit Engagement, Veranstaltungen und einem aktiven Netzwerk, das Verantwortung übernimmt. Die Ohligser Jongens gehören unzweifelhaft zu diesem Aufbruch: Mit Projekten wie dem “BücherBuch”, dem Kneipenfreitag oder dem Heidebiotop setzen sie im Stadtteil sichtbare Zeichen .

Aber gerade ihre Rolle illustriert, wie wichtig Ehrlichkeit auch gegenüber Verbündeten ist: Wenn viel Energie in medienwirksame Empfänge und Imagepflege fließt, während die Finanzierung von Projekten unklar bleibt, entsteht der Eindruck eines Lobbyismus mit Heimatliebe. Wenn zudem Führungspersönlichkeiten in Nähe zur ehemaligen SPD-Leitung stehen, stellt sich die Frage, ob Agenda und Budgetwahl vollständig unabhängig sind.

Das soll ihr Engagement nicht schmälern – im Gegenteil. Es zeigt aber, dass echte Wirkung erst dann entsteht, wenn man auch bei eigenen Leistungen transparente Selbstkritik übt. Nur so können erfolgreiche Stadtenteilansätze ein Teil einer übergreifenden Strategie werden und Vorbildwirkung entfalten, statt selbst zum exklusiven Netzwerk zu verkommen.